TuRisMo 3.0: Know-how für Kolumbien aus Oberösterreich

(Quelle: Neues Volksblatt/Oliver Koch)

Linzer Start-up beschäftigt sich mit Sicherheit in Tunnels – Anfragen von Tunnelbetreibern aus aller Welt – Hohes Wachstumspotenzial

Land der Tunnel, das könnte man auch über Österreich sagen. Alleine in Oberösterreich betreibt die Asfinag 33 Tunnel; österreichweit sind es 160. Und das Land Oberösterreich verwaltet hierzulande 27 Tunnelanlagen. Dabei ist ein zentrales Thema die Sicherheit. Und dort ist der Linzer Christoph Forster mit seinem Unternehmen erfolgreich tätig. Sein Modell namens TuRisMo 3.0 beschäftigt sich mit Sicherheit in Tunnels, genauer gesagt programmierte der 34-Jährige ein Risikoanalysemodell für Straßentunnel auf Basis eines numerischen Modells. TuRisMo 3.0 hilft das vorgegebene Sicherheitsniveau einzuhalten und Maßnahmen zur Risikoreduktion zu bewerten. Die Komplexität der behandelten Systeme erfordert ein aufwändiges Berechnungsmodell unter Einbeziehung und Variation der beeinflussenden Parameter. Version 3.0 stellt eine Weiterentwicklung der als Richtlinie veröffentlichten Vorgängerversion dar und wird bereits bei ersten Projekten erfolgreich eingesetzt. „An oberster Stelle steht bei meinen Projekten die Qualität“, so Forster zum VOLKSBLATT.

Kosteneinsparung

Sein Know-how ist dabei weltweit gefragt, etwa auch in Kolumbien. Die Automatisierung der Beratungstätigkeit steht dabei im Vordergrund des studierten Mathematikers. In seinen Analysemodellen geht es unter anderem um die Luftversorgung in Tunnels wie auch um etwaige Notfallmaßnahmen, wie beispielsweise Evakuierungspläne. Durch sein Modell könnten Tunnelsysteme optimiert werden, was Kosten einspare. „Und dadurch können Steuergelder gespart werden“, so Forster, der für den Bereich noch großes Potenzial sieht. Aber: „Ich will mit meinem Unternehmen nicht um jeden Preis wachsen. Die Qualität der Analysemodelle ist das höchste Prinzip meiner Arbeit, schließlich geht es hier um die Sicherheit“, so Forster, der mit seinem Projekt auch an der MidTech-Initiative des Landes angedockt ist. „Dadurch können wir die Rechenleistung von Microsoft-Rechenzentren nutzen“, so Forster, der der Initiative Rosen streut.

Christoph Forster programmierte das Analysemodell TuRisMo 3.0. (Foto: Forster)

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