Presono: Kommt das nächste Powerpoint aus Linz?

Quelle: OÖN, Autorin: Ulrike Rubasch


LINZ. Bei der vor zwei Jahren gegründeten Softwarefirma "presono" aus Linz steigen drei zahlungskräftige Investoren ein. Eine von vielen digitalen Erfolgsgeschichten in Oberösterreich

Bereits geschafft hat es Runtastic. Das Unternehmen mit Sitz in Pasching und im Eigentum von Großaktionär Adidas eröffnet nächste Woche mit viel Prominenz seine neuen Büroräumlichkeiten in Pasching. Eine neue, digitale Arbeitswelt, die nichts mehr mit klassischer Bürowelt zu tun hat.

Auch eine Linzer Erfolgsgeschichte ist die Firma Catalysts als individueller Softwarentwickler. Catalysts löst sich von der traditionellen Bürostruktur und stellt in einem Blog seine „Desk Rotation“ vor. Über bestimmte Zeit hat jeder Mitarbeiter seinen Sitzplatz gewechselt und hat jeden anderen Mitarbeiter einmal als Büronachbar gehabt. Dieser regelmäßige Austausch fördert die Kommunikation wie keine andere Office-Variante, schreibt Catalysts auf seiner Homepage.

So weit sind die jungen Gründer von presono noch nicht. Sie dürfen sich jetzt über den Einstieg mehrere Geldgeber freuen. Eine Million Euro nehmen vier prominente heimische Investoren in die Hand, um dem Linzer Jungunternehmen auf die Sprünge zu helfen. Für die drei Gründer Martin Behrens (26), Hannes Freudenthaler (32) und Martin Luftensteiner (30) ist es die erste Finanzierungsrunde nach der Anfangskapitalspritze aus Forschungstöpfen und „hilft uns, den Wachstumsturbo anzuwerfen“.

Zuerst wurde der Industrielle Axel Greiner auf die 2015 gegründete Software-Firma, die eine smarte Konkurrenz zur Präsentationssoftware PowerPoint von Microsoft sein will, aufmerksam. Der ehemalige Greiner-Holding-Chef und Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich wurde über seine Funktion im Beirat des tech2B-Gründerzentrums in Linz auf die drei aufmerksam.

„Die Chemie stimmte, und wir wollten strategische Investoren mit einem gewissen Netzwerk und langjähriger Erfahrung“,

erinnert sich der in Berlin aufgewachsene und in Hagenberg als Softwareentwickler ausgebildete Martin Behrens an den Beginn der Investorensuche. Zwar wollen die Investoren nicht namentlich genannt werden, doch die Personen hinter den Gesellschaften sind unschwer eruierbar: Über die A&S Beteiligungsgesellschaft mbH ist Greiner an Bord, über die HMG Invest GmbH engagiert sich Hofer-Chef Günther Helm bei presono und die MF-Gruppe ist das Beteiligungsvehikel von Ex-Rennfahrer Markus Friesacher, der im April 2016 die 66 Hofer-Tankstellen an die OMV verkauft hat. Ein vierter Geldgeber - nicht aus Oberösterreich - ist ebenfalls an Bord, der aber im Firmenbuch noch nicht aufscheint.


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Martin Luftensteiner, Hannes Freudenthaler, Martin Behrens (v.l.) Foto: presono
Martin Luftensteiner, Hannes Freudenthaler, Martin Behrens (v.l.) Foto: presono

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